02.03.2008
Abu Bakr Rieger im Gespräch über sein politisches Tagebuch, erschienen im Spohr Verlag
Buchvorstellung: „Islam in Deutschland“

(iz). Im Spohr Verlag erschien im März dieses Jahres das Buch „Islam in Deutschland. Politische Notizen“ des IZ-Herausgebers Abu Bakr Rieger. In dem Taschenbuch geht es um eher unbedachte Aspekte der Begegnung Europas mit dem Islam. Nach Ansicht Riegers trifft die Frage nach dem politischen Islam nicht das Kerngeschehen dieser Zeit, das durch die Neutralisierung von Politik und Religion gekennzeichnet ist. Die IZ-Redaktion sprach mit Abu Bakr Rieger über einige inhaltliche Aspekte der Veröffentlichung.  

15.03.2005
Identität und Sprache: Einleitung zum Wochenende der IZ in Weimar

Liebe Muslime,

ich möchte Euch alle recht herzlich – auch im Namen der Islamischen Zeitung – hier in Weimar begrüßen. Ich möchte zunächst ein wenig in die Thematik und die Denkwege einführen, die sich aus unserem Aufenthalt hier ergeben könnten. Warum Weimar? Seit vielen Jahren haben wir die Stadt Weimar als eine Brücke zwischen dem Westen und dem Islam entdeckt. Viele Muslime haben diese Stadt auf Einladung unseres Institutes hier besucht. Hierbei ging es nicht nur um akademische Themen.  

13.03.2005
Weimar: „Sprache und kulturelle Identität"
Einladung: Bildungsreise nach Weimar vom 12. bis zum 13. März 2005

(iz)Im Schillerjahr organisiert das Weimar Institut e.V. - in Zusammenarbeit mit der Islamischen Zeitung - am Samstag und Sonntag den 12. und 13. März 2005 für interessierte Muslime aus ganz Deutschland seinen alljährlichen Besuch im thüringischen Weimar, der Stadt Goethes und Schillers, dem weltberühmten Herz der deutschen Klassik. Deutschlands größter Dichter fühlte sich dem Islam sehr verbunden; in seinem Buch der “West-östliche Diwan” (1814) bezeichnet er sich sogar selbst als Muslim! “Wer den Dicher will verstehen, muß in Dichters Lande gehen” - Grund genug also seine Stadt zu besuchen.  

10.02.2005
Warum Weimar?
Über ein langjähriges Projekt der IZ-Redaktion - Von Abu Bakr Rieger, Berlin

Leitkultur? Kultur? Diese Begrifflichkeiten sind auch in Deutschland umstritten. Gibt es überhaupt noch so etwas wie ein alltägliches Kulturempfinden? Diese Frage stellt sich allen in Deutschland lebenden Menschen. In den 60er Jahren kannte noch beinahe jeder Schüler und jede Schülerin die wichtigsten Werke Schillers. Heute steht die Kultur, sozusagen die Religion des Säkularen, unter großem Verdrängungsdruck. Die Klassiker gibt und gab es, wenn überhaupt, an deutschen Theatern auch aus Kostengründen nur in entfremdeter Form.  

02.12.2004
Interview: "Eine Abgrenzung ist gelungen"
Die Kölner Demonstration kann nur ein Beginn sein. IZ-Online im Gespräch mit Abu Bakr Rieger

IZ-Online: Die Kölner Demonstration hat erfreulicherweise mehr als 20.000 Muslime auf die Straße gebracht. Ist die Abgrenzung zwischen Islam und Terror gelungen?

Rieger: Natürlich hat die Demonstration klar gemacht, dass Terrorismus und Islam nicht verknüpfbar sind und Muslime, die Terrorismus gutheißen, keine Heimat in der deutschen muslimischen Gemeinschaft haben. Das war wichtig und alle Anstrengungen wert. Der Preis für diese Kundgebung war allerdings, dass die Trennlinie zwischen Islam und Nationalismus unscharf gezogen wurde.  

27.11.2004
Köln: In eigener Sache
Unsere Argumente für die Teilnahme an der Kölner Demonstration

(iz)Die Teilnahme an der Kölner Demonstration ist keine Glaubensfrage zwischen "Vereinsbekenntnissen", sondern ein einfaches und notwendiges gesellschaftliches Signal. Nicht mehr und nicht weniger. Wer hier in Deutschland lebt und mit Deutschen im alltäglichen Austausch steht, weiß, wie wichtig dies ist. Hier nochmals unsere nüchternen Argumente, dem Aufruf zu folgen und an der Demonstration teilzunehmen:

1. Die Demonstrationsteilnehmer stellen klar, dass die Kombination Islam und Terrorismus undenkbar ist. Insoweit verteidigen sie zunächst einmal den Islam.