09.06.2010
Islam und Ökonomie - Impulsreferat in Loccum



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, heute in aller gebotenen Kürze in das Thema "Islam und die Ökonomie" einzuführen. Ein Thema, das wirklich in aller Munde ist und uns ja notgedrungen beinahe alltäglich beschäftigt. Es ist uns allen klar, unabhängig, ob wir als Muslime, Christen oder Juden denken, dass wir, angesichts des drohenden Tsunami der Finanzmärkte, gemeinsam in einem Boot sitzen. Es ist also nicht nur eine gute Gelegenheit, sondern auch eine Notwendigkeit, uns zu diesem Thema auszutauschen.  

25.09.2008
Das antiquierte anti-muslimische Ressentiment der Rechten hilft nicht bei der Lösung heutiger Probleme
Debatte: Jenseits von Pro und Contra

„O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Allah, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Allah weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.“ (Al-Hudschurat, 13)

(iz). Der Anti-Islam-Kongress einiger rechter Provinzgruppen in Köln ist natürlich gerade für Muslime möglicherweise eine Provokation. Dennoch sollten man sich hüten, sich auf das uns angebotene Freund-Feind-Spiel einzulassen.  

28.03.2008
Kampagne „Schlag hart zu“
Ist Peking wirklich der Ort für den olympischen Geist? Von Abu Bakr Rieger

(iz) Nur wenige Monate vor der Eröffnung der olympischen Spiele wird der Welt die tragische Situation der Minderheiten in China bewusst. Insbesondere die dramatische Lage in Tibet lässt die Idee friedlicher Spiele in weite Ferne rücken. Die Botschaft an uns ist einfach: politischer Widerstand der Minderheiten in China wird nicht nur diffamiert, sondern ist auch grundsätzlich lebensgefährlich. Sogar der Dalai Lama, der in Europa beinahe Kultstatus geniest, wird von der chinesischen Regierung flugs in das Lager von „Terroristen“ versetzt.  

20.09.2007
Interview: Europäer als "Archäologen der eigentlichen Botschaft"

IZ-Herausgeber Abu Bakr Rieger zum Hype über deutsche "Konvertiten"

(iz) Islamische Zeitung: Wir erleben einen Hype wegen der Festnahme eines deutschen Muslims, der offensichtlich einen schweren Terroranschlag vorbereitet hatte. Wie stehen Sie als deutscher Muslim dazu? Gibt es wieder einen neuen deutschen Terrorismus?

Abu Bakr Rieger: Natürlich ist der Umstand, dass ein deutscher Muslim einen Terroranschlag vorbereitet, schockierend. Überraschend ist das nicht.  

04.06.2006
Neue Fahnen, neuer Wind
Ein Besuch im Kosovo, zwischen Armenhaus und junger Nation

Feuerwerk über dem Himmel Montenegros. "Damit endet definitiv Jugoslawien“, fasst der Belgrader Politologe Dusan Janjic einen denkwürdigen Tag zusammen. Die Unabhängigkeit Montenegros ist wohl tatsächlich das definitive Ende aller großserbischen Träume. Die Feiern in Podgorica lassen Europa aufatmen, denn auch die serbische Minderheit nimmt das zwar demokratische legitimierte, für die serbische Minderheit aber provokative Ergebnis an. Die Sorgen waren berechtigt, noch frisch sind die Erinnerungen an traumatische Bilder nationalen Größenwahns und religiöser Verfolgung in der Region.  

22.03.2006
"Der Koran erklingt am Park Sanssouci"

Zu Besuch in der islamischen Gemeinschaft: die meisten dieser religiösen Familie sind Deutsche

Wenn die Zeitungen und die Fernsehkanäle voll sind von Informationen über den Islam und die Gefühle der Muslime, wie in der letzten Zeit, dann scheint diese fremde Welt sehr nah. Ein trügerisches, weil fast ausschließlich durch die Medien vermitteltes Wissens entsteht. Der andere Glaube, das andere Lebenskonzept, je mehr es von Experten erklärt wird, wird zu etwas Abstraktem, das der Wissenskonsument zu beherrschen glaubt.  

09.01.2006
Beitrag: Der Schleier über dem Dialog
Ein persönliches Plädoyer für die öffentlichen Muslime und das Gespräch am Gartenzaun. Von Abu Bakr Rieger

iz)Die Gewinnebene von Kommunikation und Dialogbereitschaft hat in der modernen Konsum- und Unterhaltungsgesellschaft dramatisch an Wert verloren. Der Grund ist einfach: es ist anstrengend zu kommunizieren, Positionen herauszufinden, endlosen Debatten zuzuhören. Die Müdigkeit macht sich sogar bei Dialogprofis breit. Der ehemalige BDI-Präsident und langjährige Talkshow-Dauergast Hans-Olaf Henkel kann sich schon manchmal selbst nicht mehr sehen. Er sei privat kein großer Fan von Talkshows im Fernsehen, gestand Henkel der Wochenzeitung „Die Zeit“.  

20.07.2005
Srebrenica aus europäischer Sicht
Vortrag gehalten am 2. Juli 2005 auf einer Gedenkveranstaltung in Düsseldorf - Von Abu Bakr Rieger, Berlin

Sehr geehrter Herr Konsul, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder im Islam, as-Salaamu ‘alaikum.

Wenn wir Muslime über Vergangenes und Geschehenes, über Geschichten in Raum und Zeit reflektieren, dann um die Bedeutung und den Sinn von Geschichte zu erfassen. Bei unserem heutigen Thema ist es zunächst notwendig, nochmals einige historische Eckdaten aus dem Logbuch der Geschichte zu erfassen und auf uns wirken zu lassen. Leider zeigen diese Ereignisse der 90er Jahre, dies sei vorab gesagt, einige typische, sich wiederholende Merkmale der Moderne auf.  

20.05.2005
EMU Presseerklärung Istanbul

Europa steht nach den geschichtlichen Erfahrungen des 2. Weltkrieges unter dem politischen Zeichen des stetigen Zusammenwachsens der europäischen Nationen. Es ist an der Zeit auch die muslimischen Gemeinschaften Europas zusammenzuführen. Angesichts der Präsenz von etwa 20 Millionen Muslimen in Europa und etwa 20 Millionen in der Russischen Föderation ist es dabei wichtig die künftige Rolle der europäischen Muslime positiv und solidarisch zu definieren. EMU will diesen Prozeß auf allen Ebenen, insbesondere jedoch mit sozialen, kulturellen und ökonomischen Projekten aktiv begleiten.  

16.03.2005
Warum Weimar?
Über ein langjähriges Projekt der IZ-Redaktion

Leitkultur? Kultur? Diese Begrifflichkeiten sind auch in Deutschland umstritten. Gibt es überhaupt noch so etwas wie ein alltägliches Kulturempfinden? Diese Frage stellt sich allen in Deutschland lebenden Menschen. In den 60er Jahren kannte noch beinahe jeder Schüler und jede Schülerin die wichtigsten Werke Schillers. Heute steht die Kultur, sozusagen die Religion des Säkularen, unter großem Verdrängungsdruck. Die Klassiker gibt und gab es, wenn überhaupt, an deutschen Theatern auch aus Kostengründen nur in entfremdeter Form.  

21.09.2004
Berlin: "Objektive Meinungsbildung im Innenausschuß?"
Begegnung mit Islamismus zwischen Zuspitzung und geeigneter Dialogform. Von Khalil Breuer

(dpa/iz/bt) Die Aussagen in der öffentlichen Sitzung des Innenausschusses von den Sachverständigen zum Thema "Islamistische Einflüsse auf die Gesellschaft und ihre Auswirkungen" bewegten sich am Montagvormittag zwischen einer Zuspitzung der Positionen und einer Suche nach geeigneten Formen und Ebenen des Dialogs zwischen Politik und gesellschaftlichen Kräften Deutschlands und den Sprechern und Führern der verschiedenen Glaubensrichtungen der insgesamt rund 3,3 Millionen in Deutschland lebenden Muslime. So berichtet es eine Pressemeldung des deutschen Bundestages.  

21.09.2004
Berlin: Deutschland und seine Debatten
Was wir Muslime aus der aktuellen Diskussion vielleicht auch lernen können - Von Malik Özkan, Bremen

(iz)Deutschland liebt seine Debatten. Debatten werden hierzulande nicht nur energisch geführt, sondern genug auch wieder geheimnisvoll beendet. Manchmal vergisst Deutschland seine eigene Debatten (Ausländerfeindlichkeit gibt es seit dem 11.9. nicht mehr) und ersetzt sie flugs durch Neue (wie die Islamismusdebatte). Viele der neuen Debatten, vom EU-Beitritt der Türkei bis zum Terrorismus, haben heute irgendwie mit dem Islam zu tun. Nur wie? Darum geht es auch in der aktuellen Debatte über das Verhältnis der deutschen Muslime zum Terrorismus.  

11.09.2004
Debatte um "Nähe und Distanz"

(dpa/iz)In Deutschland ist eine Debatte um das Verhältnis der Muslime zum "Terrorismus" entbrannt. In verschiedenen Stellungnahmen hatten die Verbände der Muslime sich gegen den Eindruck verwahrt, die Muslime in Deutschland hätten sich etwa nicht eindeutig genug vom Terrorismus distanziert. Viele Muslime bedauern auch den vernachlässigten Umstand, dass Muslime nach wie vor kaum direkten Zugang zu Massenmedien in Deutschland haben.  

25.06.2004
Beitrag: Unsere Moscheen in Europa
Warum die innerislamische Debatte neue Impulse braucht - Von Abu Bakr Rieger, Berlin

Spricht man heute über die Organisation des Islam in Deutschland, dann spricht man zumeist über die alten, leicht antiquierten politischen Interessenvertretungen und Verbände der Muslime, oder aber über die neue „Community“. Politische Interessenvertretungen wollen zumeist die islamischen Gemeinden repräsentieren, die Community wiederum steht für die lose und ungebundene virtuelle Vernetzung von Muslimen. Beide Organisationsformen stehen heute der Krise der muslimischen Gemeinschaft vor Ort gegenüber, der es zunehmend schwer fällt, authentisches muslimisches Gemeindeleben zu stiften.  

29.05.2004
"Gegen das Vergessen" - Erinnerung an Solingen

Das muslimische Totengebet blieb lange unvergessen. Gerade einmal elf Jahre ist es her, dass der rechtsradikale Solinger Brandanschlag am 29. Mai 1993 fünf türkische Frauen und Mädchen verbrannt hatte. Vier junge Solinger hatten damals das Haus der türkischen Familie Genç angezündet und die Existenz der türkischen Familie auf einen Schlag zerstört. Der Anschlag löste nicht nur weltweit Entsetzen, sondern auch eine intensive innenpolitische Diskussion aus. Die Tat zeigt aber auch die ganze Unversöhnlichkeit rechter oder rassistischer Thesen mit dem Islam und dem Leben der Muslime auf.  

30.04.2004
Aktuelles Engagement

Seit 1995 bin ich Herausgeber der Islamischen Zeitung (www.islamische-zeitung.de). Seit 2002 ist der Sitz der Zeitung Berlin (Friedrichstr.121).

Seit 1999 bin ich Vorsitzender des Vereins Muslim Lawyers e.V.. Muslim Lawyers ist ein Zusammenschluß muslimischer Rechtsanwälte aus aller Welt. Besonders interessiert uns das Schicksal der Muslime in Bosnien, Tschetschenien und in China. Hierzu haben wir verschiedene Veranstaltungen und Konferenzen organisiert. ML-Konferenzen finden einmal im Jahr statt, seit 2003 gibt es auch ein Muslim Lawyers Quarterly (in englischer Sprache).  

26.04.2004
Münster: Der Staatsbürger muslimischen Glaubens – einige islamische Überlegungen
Beitrag zu einem Symposium der UNI Münster

Sehr verehrte Damen und Herren,

Die vormalige „Hinterhofreligion" Islam hat sich heute als zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland nach den beiden großen christlichen Kirchen etabliert. Mit der wachsenden Bedeutung des Islam und den Diskussionen seit dem 11.09. geht auch die Frage nach der rechtlichen Ausgestaltung der Muslime in Deutschland einher.  

21.11.2003
Begegnungen: "Islamismus"- auch ein Ausgrenzungsdiskurs?
Prof. Dr. Werner Schiffauer (Frankfurt/Oder) über die aktuelle Situation der Muslime in Deutschland

"Werden Muslime gesellschaftlich an den Rand gedrängt?" dieser und anderen Fragen stellt sich Prof. Dr. Werner Schiffauer im IZ-Interview. Schiffauer ist Professor für Vergleichende Sozial- und Kulturanthropologie und lehrt an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. In den vergangen Jahren hat er sich einen Namen als Experte für den türkischen Islam, türkische Migration und Muslime in Deutschland gemacht. Prof. Dr.  

28.09.2001
Interview: "Bin Ladin hat mit der Sunnah nichts zu tun"

Islamische Zeitung: Herr Rieger, inwieweit repräsentiert das "Phänomen" Bin Ladin den Islam?

Abu Bakr Rieger: Das Phänomen Bin Ladin ist eine Pervertierung des Islam. Die Distanzierung zu ihm muss sehr sauber und genau durch unsere Gelehrten in aller Welt begründet werden. Aber zunächst so viel: Es ist ungeheuer wichtig, nicht zu vergessen, dass man den Islam nicht vollständig verstehen kann ohne Kenntnisse, ja Liebe zum Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Der Islam ist auch wesentlich Sunna, das heißt Nachahmung des Propheten.