
28.04.2005
Weimar: Auf Goethes und Schillers Spuren
„Geschichte wirkt nach“ – Muslime ziehen nach Besuch positives Fazit
(iz) Um die 60 Muslime und Musliminnen, darunter auch einige Repräsentanten islamischer Gemeinschaften, aus ganz Deutschland ließen sich vom kalten Spätwinterwetter nicht abschrecken und haben sich am vergangenen Wochenende in Weimar eingefunden, um sich vor Ort mit der deutschen Geistesgeschichte vertraut zu machen. Teil des zweitägigen Programms am Beginn des "Schiller-Jahres", zu dem das Weimar-Institut e.V.
09.05.2004
Vortrag: Schillers Sicht des Schicksals
Vortrag aus dem Jahr 1995 von Schaikh Dr. Abdalqadir As-Sufi: Schiller - Eine sufische Perspektive
das Weimar Institut hat im Jahr 1995 tausende Muslime nach Weimar eingeladen. Unter anderem ging es darum die Stadt und ihr europäisches Erbe den Muslimen vorzustellen. Weimar wurde so wieder zur traditionellen Brücke zwischen Europa und dem Islam. Dieser Vortrag wurde beispielsweise am 22. August 1995 im Schiller-Museums des Schillerhauses in Weimar im Rahmen der Vortragsreihe des Weimar Institut e.V. gehalten: Bevor ich beginne, möchte ich Ihnen, wenn Sie erlauben, gerne sagen, daß ich Schiller auf meine Weise Tribut zollen will.
01.04.2004
Interview: "Goethe - ein großer Brückenbauer"
Prof. Katharina Mommsen über Weimar, Goethe und den Islam
Prof. Dr. Katharina Mommsen wurde 1925 in Berlin geboren. Seit Jahrzehnten hat sich Katharina Mommsen mit dem Einfluss des Islam auf Goethes Leben und Werk auseinandergesetzt und ist dabei oft zu überraschenden Ergebnissen gelangt. Sie lebt als Professor emerita für Literatur der Stanford University in Kalifornien. Als gebürtige Berlinerin begann sie ihre akademische Laufbahn an der Deutschen Akademie der Wissenschaften und der Freien Universität Berlin. Ihre zahlreichen Vortragsreisen haben sie wiederholt in islamische Länder geführt. Im insel Verlag gab sie u.a.
28.03.2004
Debatte: Was heißt eigentlich "europäischer" Islam?
Vortrag und Einführung in ein kontroverses - aber auch spannendes Thema
Dieser Text ist ein Vortrag von mir, den ich am 14. Januar 2003 im Hörsaal 1 des Hauptgebäudes der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn gehalten habe. Meine verehrten Damen und Herren, wenn wir heute gemeinsam ein wenig über den Islam in Europa nachsinnen wollen, dann liegt es mir zunächst am Herzen, kurz festzustellen was ich mir als europäischer Muslim von dieser Debatte positiv verspreche und warum ich mich überhaupt in dieser Debatte engagiere.
17.02.2002
War Goethe ein Muslim?
Die Frage klingt für viele Deutsche ungewohnt - sie wird aber ernsthaft debattiert.
Folgender Beitrag von Manfred Osten erschien am 17.05.2002 in der Neuen Züricher Zeitung (Feueilleton): Als Goethe 1814 mit seinem Gedichtzyklus «West-Östlicher Divan» dem Orient seine Reverenz erwies, setzte er sich - durchaus nicht unbeabsichtigt - dem Verdacht aus, selbst ein «Muselmann» zu sein. Tatsächlich galt Goethe der Islam als beruhigende Gegenwelt zur westlichen Zivilisation, die ihm von Rastlosigkeit geprägt erschien. Des kulturellen Schismas zwischen dem Islam und dem Westen war er sich früh bewusst und verfasste Abhandlungen von weit vorauseilender Modernität.
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